Hundstage

DownloadDas ganze Maul schmeckt nach Kotze. „Scheiße“ denke ich mir. Wische mit dem Ärmel die Bröckchen vom Mund und spüle mit einem Schluck „Klarer“ nach.

Miese Schlampe! Die besten Jahre meines Lebens an so ein Stück Scheiße verschwendet. Wäre alles nur halb so schlimm, wenn es ihr auch schlecht gehen würde. Aber die elende Nutte liegt grade auf Lanzarote mit diesem schmierigen Arsch und lässt sich nachts im Mittelmeer vögeln. Atlantik. Auch egal! Ich bin es der jeden Abend vorm Fernseher hockt und sich zu den Telefon-Sex-Nummer zwischen den endlosen Wiederholungen der 80er Jahre Serien einen runterholt. In einem Meer von verhärteten Taschentüchern sitzen, trinken und Knight Rider kucken. In der Hölle kann es nicht öder sein!
Ein kleiner Hund kommt angedackelt und wuselt mir um die Füße. Vermutlich überlegt er ob er den Laternenpfahl, an dem ich mich soeben meines Mittagessens erledigt habe, oder mich anpinkeln soll. Entscheidet sich dann aber dafür meine Kotzebröckchen vom Asphalt zu fressen.
Drecks Köter! Ich versuche nach ihm zu treten, verfehle ihn aber, verliere das Gleichgewicht und spüre noch das glitschige abrutschen meiner rechten Hand auf Erbrochenem als ich versuche meinen Sturz abzufangen.
Während der kleine Hund schwanzwedelnd davon trabt richte ich mich auf und versuche mit einem Taschentuch die gröbsten Kotzespuren von meiner Jacke zu entfernen.
Ich beschließe meine Misere in der, auf der anderen Straßenseite liegenden Kneipe zu begießen. Spucke noch einmal einen scharfen Geschmack auf den Boden und wate über die Straße, durch die Tür der Bar und stehe in einem dunklen Raum.
Ein farbloser alter Mann mit Lederfresse sitzt vor seinem weder ersten noch letzten Korn und starrt ausdruckslos ins Nichts. An Tresen-Ende Nummer eins schläft sein Zwillingsbruder vor einem leeren Schnapsglas, den Kopf auf die verschränkten Arme gelegt und an Tresen-Ende Nummer zwei sitzt eine stämmige Frau. Ende Vierzig, blondierte Dauerwelle, Schweinenase und zu knappen, pinkfarbenen Lack-Minirock. Sitzt da und gönnt ihren schweren Brüsten eine Pause in dem sie sie auf die Theke gelegt hat.
Ich beschließe mich neben die dickbusige Endvierzigerin zu setzen, da mich der Farblose mit seinem Gestarre nerven würde und sein Zwillingsbruder vermutlich längst das Zeitliche gesegnet hat.
Mit keuchend heiserner Reibeisenstimme raunt mir die Blondine zu „Na, Schätzchen?! Wie stehen die Aktien?“
„Im Keller! Ganz tief im Keller. Leisten meiner Laune Gesellschaft!“
Ein heisernes Lachen prustet aus ihr heraus, gefolgt von einem übel riechendem Keuchhusten der erst wieder abflaut als sie mit ihren Wurstfingern eine Kippe aus der HB-Schachtel friemelt, sie ansteckt und ihren Lungenkrebs füttert.
„Auch eine?“
„Hitlers Beste!“ sage ich und greife nach der Schachtel.
„Heiner Bremers!“ grunzt die Alte mir zu und diesmal muss ich ein wenig schmunzeln.
„Eigentlich rauche ich ja nicht mehr. Hab’s mir abgewöhnt.“ Sage ich und stecke mir eine Heiner Bremers an.
„Das haben wir alle Schätzchen! Zusammen mit dem Trinken.“
Ich muss ein zweites Mal schmunzeln. Diesmal ein bisschen ehrlicher als das erste Mal und bestelle mir ein großes Bier.
Der Wirt zapft auf eines der vorgezapften Gläser ein Schaumkrönchen, streicht es mit einem Löffel glatt und stellt es mir vor die Nase.
Ohne meiner Gesprächspartnerin zu zuprosten schütte ich das Kohlensäurelose Gesöff runter, setze das Glas ab und rufe mit unterdrücktem Rülpser hinter den Tresen „Noch eins!“
Die Blondine lächelt mich an „Na, es gibt wohl was zu feiern?!“
Der Wirt stellt mir ein neues Bier vor die Nase
„Alte ist weg!“ sage ich, proste ihr diesmal zu und stürze nur das halbe Bier hinunter.
Die Blondine lacht „Ach… das übliche. Kommen alle wieder!“
„Na dann lässt’se sich aber gut Zeit! Immerhin schon drei Monate!“
Die Blondine lacht heiser und schlägt mir kumpelhaft auf die Schulter „Haha! Und nun herrscht Notstand, wa?!“
Ich bestelle mir noch einen Korn. Der Blondine auch einen.
„Mein Mann ist mir schon vier Mal abgehauen. Immer wiedergekommen. Mittlerweile bin ich ihm nicht mal mehr böse.“
„Wie lange bist du schon verheiratet?“
Die Blondine lacht, dass ihre dicken Brüste auf und abwippen. Hustet und steckt sich eine Zigarette an.
„Bin ich nicht. Ich sag das nur immer so. Ich bin doch keine 16 mehr. Wie würde das denn klingen wenn ich „mein Freund“ sage.“
„Keine Ahnung. Wie denn?“
„Wie alt würdest du mich schätzen?!“
„Keine Ahnung. Anfang 30?“ lüge ich
Die Blondine lacht laut und heiser „Ich mag dich Kleener! Du bist genau richtig!“
Wir bestellen uns noch jeder ein Bier und einen Korn.
„Sag mal, rasierst du dir eigentlich die Eier?“
„Bitte?“
„Na die Eier? Rasierst du sie dir?“
„Äh, .. nein. In letzter Zeit nicht mehr.“
„Fang damit bloß nicht an! Mein Freund rasiert sich auch nicht die Eier! Das muss so. Ein Mann muss dicke haarige Eier haben. Ein Mann ohne Haare ist kein Mann sondern ein Hühnchen!“
„Auch auf dem Rücken?“ frage ich desinteressiert
„Klar auch auf dem Rücken! Überall! Ich will doch keinen Knaben im Bett. Ich brauch nen richtigen Mann. Mit dicken haarigen Eiern!“
Ich muss schmunzeln
„Na, dann würden dir meine sicher gefallen. Erfüllen beide Kriterien.“
Die Blondine lacht, legt ihre Hand auf mein Knie und schiebt mir ihre dicke Zunge in den Mund. Dicke fleischige Lippen die süßlich nach Kosmetik schmecken. Sie riecht bereits so, wie Frauen riechen die für mich zu alt sind und ihre kurzen, wenn auch wenigen Borsten auf der Oberlippe pieken auf meiner.
Mit meiner Zunge schiebe ich ihre Zunge wieder aus meinem Mund und mit meiner Hand ihre Hand sanft von meinem Knie.
Wir bestellen jeder noch ein Bier.
„Wollen wir tanzen?“ fragt mich die Blondine
„Nein, danke. Ich finde tanzen scheiße!“
„Vielleicht ein bisschen ficken?“
Ich sage nichts
„Ich kann dir auch einen blasen.“
Sie nimmt sanft meine Hand in ihre Hände und deutet mit dem Kopf Richtung Toilette. „Na, wie wär’s?! Ganz schnell!“
Ich nehme ihre Hand fester in meine, greife nach meinem Bier, stürze es in einem Zug runter und höre mich selbst dumpf wie durch eine Wand sagen „Komm wir gehen!“
Wir gehen auf die Damen-Toilette. Die Kabine ganz rechts an der gefliesten Wand. Ich schließe hinter uns zu und sie fängt an mich zu küssen. Wieder schmecke ich ihren lila Lippenstift und die kleinen, dicken Borsten auf ihrer Oberlippe pieken mich erneut.
Nur nicht denken. Nur nicht denken. Drei Monate keinen Sex. Denk einfach nicht drüber nach.
Die Blondine lässt von meinen Lippen ab, kniet sich vor mich hin und frickelt umständlich an meinem Reißverschluss. Ich versuche ihre Hände mit meinen zur Seite zu schieben und die Hose selbst aufzumachen.
Mit den Worten „Lass mich!“ stößt sie meine Hände zur Seite und hat zwei Sekunden später schon meinen schlaffen Penis im Mund.
Ich versuche nicht daran zu denken, dass ich mir grade auf dem Klo der schäbigsten Kneipe Berlins von einem Wasserstoffblonden Wrack Ende Vierzig einen blasen lasse.
Mittlerweile ist mein Penis hart und wird abwechselnd von der eisernen Hand der Blondine und ihrem Mund massiert. Ich versuche an meine Ex zu denken was mir auch weites gehend gelingt.
Als sie kurz aufhört blicke ich runter und sehe wie sie ein Kondom aus der Packung reißt und es mir mit dem Mund über die Eichel stülpt.
Sie steht auf und drückt mir ihre dicken, warmen Lippen auf den Mund.
„Los! Bevor jemand reinkommt!“
Sie dreht sich um, schiebt ihren Pinkfarbenen Minirock hoch und greift nach meinem steifen Schwanz.
Ich greife zwischen ihre Beine und schiebe ihren Slip zu Seite. Ein leicht warmer und unangenehmer Geruch steigt mir in die Nase.
Ich berühre ihre dicken, fleischigen Scharmlippen und streichele sie mühevoll auseinander. Ich taste mich mit meinem Mittelfinger vor. Alles warm und eine irgendwie ungewohnt zähe, sämige Feuchtigkeit hüllt meinen Finger ein. Schmierig wäre das falsche Wort. Vielleicht aber auch das Richtige.
Sie schiebt mit ihrer Hand meinen Schwanz zwischen ihre Beine und stützt sich dann mit den Händen an den Fliesen ab.
„Jetzt mach schon!“
Ich versuche nicht daran zu denken wo ich hier grade bin, was ich hier grade mache und fange einfach an. Mit schnellen Stößen bewege ich meinen Unterkörper vor und zurück. „Jetzt einfach durchziehen. Nicht dran denken und durchziehen.“ Schießt es mir durch den Kopf.
Wir stöhnen leise. Allerdings nur aufgrund der körperlichen Anstrengung.
Ich versuche wieder an meine Ex zu denken und wieder gelingt es mir einigermaßen. Meine Eier klatschen mit jedem Stoß gegen ihren zur Seite geschobenen Slip. Ich höre ihre Stimme in meinem Kopf
„Ich brauch nen richtigen Mann. Mit dicken haarigen Eiern!“
Ich versuche ihre Stimme aus meinem Kopf zu verdrängen und wieder an meine Ex zu denken! Nach einigen Minuten Konzentration spüre ich wie ich komme und stütze mich nun auch mit meinen Händen an den Fließen ab.
Ich ziehe meinen schlaffen Penis zwischen ihren Beinen heraus, ziehe das Kondom ab und werfe es ins Klo.
Die Blondine zippelt umständlich ihren Slip zurecht und zieht ihren Rock wieder über den Arsch.
Sie steckt sich eine Zigarette an und lacht mich heiser an „Na, jetzt besser?“
Ich sage nichts und mache meine Hose zu.
Sie legt mir ihre Hand auf die Schulter „Komm ich lad’ dich auf ein Bier ein!“
Mit ist unwohl.
„Ich glaube ich sollte mal gehen!“
„Was stellst du dich denn so an?!“ rempelt sie mich an, „War doch nur Ficken!“
Wir verlassen das Klo. Ich lege zehn Euro auf den Tresen und verlasse die Kneipe. Ich fühle mich beschissen.
Draußen kommt mir schwanzwedelnd wieder der kleine Hund entgegen der meine Kotze gefressen hat.
Ich hole aus um nach ihm zu treten. Und diesmal erwische ich ihn. Voll in die Rippen! Drecks Köter!

Don C.

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